Holzrücketag bei der Pflanzenschule im Brettacher Wald
An Ort und Stelle wurde von angehenden Zimmerleuten ein Stamm ebenfalls nach alter Tradition abgebunden. Weiter gesellten sich ein „Büschelesmacher, und ein Teilnehmer mit einer Entrindungsmaschine zu den Akteuren. Auch eine mobile Holzsäge- und -spaltmaschine, wie sie früher in die Haushalte für Lohnarbeit fuhr, durfte nicht fehlen.
Mit Spannung wurde die Ankunft der 2 Rückepferde Joe und Vero erwartet.
Bei leichtem Schneefall und winterlichen Temperaturen eröffnete eine Jagdhornbläsergruppe, der Revierförster und der Organisator vom Heimatgeschichtlichen Verein einen informativen und geselligen Tag.
Joe und Vero wurden die schweren Geschirre angelegt, los ging es. Die Stämme wurden von den Forstarbeitern geschlagen. Der Abtransport erfolgte im Doppel- oder Einzelgespann und wurde zum bereitstehenden Leiterwagen gezogen und fachmännisch verladen.
Ein besonders guter Stamm wurde für die Zuschauer von angehenden Zimmerleuten mit Äxten abgebunden, so, dass die Späne spritzten. Aus dem angefallenen Kleinholz machte der „Büschelesmacher“ mit einem "Büschelesbock“ Reisigbündel. Verwendung fanden diese beim Einheizen des Backhauses.
An anderer Stelle wurden junge Stämme mit einer Entrindungsmaschine, angetrieben vom Traktor über eine Transmission, von der Rinde befreit.
Selbstverständlich wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt. Für die Besucher und Akteure war eine Feuerstelle eingerichtet, die sich vorzüglich für das Grillen von „Roten“, aber auch zum aufwärmen, eignete. „Rote“ im Brötchen, Glühwein, Wein, Bier und alkoholfreie Getränke ließen die Besucher einen langen Tag im Brettacher Wald aushalten.

















